Erhaltung und Förderung der biologischen Vielfalt, Stärkung des ökologischen Verbundes durch Natur- und Landschaftsschutzprojekte sowie land- und forstwirtschaftliche Projekte

INTERREG A
Rheinland-Pfalz Saarland
Handlungsfelder:

Umwelt- und Naturschutz
Nachhaltige Risikovorsorge und Anpassung an den Klimawandel

Kurzbeschreibung:

Maßnahmen zum Erhalt und der Förderung der Biodiversität und zur Stärkung der Resilienz gegen den Klimawandel, für die Wiederherstellung von Ökosystemen, der Förderung der Biodiversität in der Landwirtschaft und im Weinbau sowie für die Planung eines Biotopverbundes.

Fördergebiet:

Rheinland-Pfalz, Saarland

Art der Unterstützung:

Zuschuss

Zuwendungsempfänger:

Nationale, regionale oder lokale Fachverwaltungen sowie relevante interkommunale Planungsverbände; die in der GR bestehenden Aufgabenträger und Verkehrsverbünde sowie die öffentlichen und privaten Verkehrsbetriebe mit Aktivitäten im Rahmen des grenzüberschreitenden öffentlichen Personennahverkehrs (Bus, Bahn, Tram, Tram-Train); Trägerstrukturen der verschiedenen Naturparks, des Nationalparks und der Biosphärenreservate in der GR; bestehende interkommunale Flusspartnerschaften, sowohl mit einer nationalen / regionalen als auch mit einer grenzüberschreitenden Ausrichtung; nationale / regionale Landwirtschaftskammern und die nationalen / regionalen Verbände der konventionellen Landwirtschaft, einschließlich ihrer grenzüberschreitenden Vertretungen; Einzelunternehmen aus unterschiedlichen Branchen der Wirtschaft in der GR (insbes. KMU), sowie Einzelbetriebe aus der konventionellen Landwirtschaft; andere Akteure mit besonderer Expertise oder Zuständigkeiten in den Bereichen Naturschutz, Biodiversität und Luftverschmutzung (z.B. Hochschulen und deren grenzüberschreitende Strukturen, spezialisierte öffentliche oder private Forschungsinstitute sowie Wettbewerbsclustern); öffentliche oder private Bildungsträger, die Informations- oder Fortbildungsangebote und pädagogische Materialien für Schulen entwickeln, anbieten und verbreiten können; zivilgesellschaftliche Akteure aus unterschiedlichen Bereichen (z.B. Umwelt- und Naturschutzverbände, Bürgerinitiativen, lokale Anwohner- und Nachbarschaftsvereine); Einwohnerinnen und Einwohner der GR.

Laufzeit:

01.01.2021 - 31.12.2029

Fördergegenstand:

Sachinvestitionen in Umweltschutzmaßnahmen
Vernetzung, Kooperation

Ansprechpartner: Kontaktstellen
Beschreibung
Dokumente & Links
Beschreibung
Förderziel:

Zur effektiven Behandlung der gemeinsamen Herausforderungen und Investitionsbedarfe beim Natur- und Landschaftsschutz sowie bei der Verminderung der Umweltverschmutzung werden Vorhaben mit materiellen und/oder immateriellen Investitionen unterstützt.

Die Maßnahmen unterstützen auch Projekte, welche mit Blick auf die genannten Herausforderungen die Öffentlichkeit sensibilisieren und die Bevölkerung direkt mit einbeziehen. Dies kann durch die gemeinsame Entwicklung und Durchführung von Informations- oder Schulungsangeboten (z.B. grenzüberschreitende Workshop-Module oder Wanderausstellungen) sowie durch die Erstellung und Verbreitung von Bildungsmaterialien für Schulen geschehen.

Beschreibung:

Die für diese Maßnahme festgelegten Handlungsfelder sind:

  • Erhaltung und Förderung der Biodiversität und Stärkung der Resilienz gegen den Klimawandel in grenzüberschreitenden Naturparks und Biosphären, auch durch die Vernetzung besonders wertvoller Einzelbiotope (z.B. Schaffung grüner Infrastruktur zwischen Natura 2000-Gebieten und anderen Schutzgebieten) und die Wiederansiedlung bedrohter oder im Rückgang begriffener Pflanzen- und Tierarten sowie durch koordinierte Maßnahmen zur Bekämpfung invasiver Arten mit negativen Auswirkungen auf die Biodiversität.
  • Die Umsetzung von Maßnahmen zur Stärkung der Resilienz von besonders sensiblen oder wichtigen Biotopen und der dort lebenden Tier- und Pflanzenarten.
  • Die Wiederherstellung wertvoller Ökosysteme und die Förderung ihrer Klimaresilienz in anderen Natur- und Kulturlandschaften der GR, sowie die Förderung der grenzüberschreitenden ökologischen Konnektivität beispielweise durch die Verbindung benachbarter „Biotopinseln“ über die Schaffung von Biotopkorridoren, Waldbrücken und Linienbiotopen in der Agrarlandschaft (insbesondere in intensiven Ackerbauregionen) sowie über den Bau von Grünbrücken zur Überwindung physischer Barrieren für die Artenwanderung.
  • Förderung der Biodiversität im Rahmen der konventionellen Landwirtschaft und des Weinbaus, beispielweise über die Durchführung von kooperativen Pilotprojekten oder grenzüberschreitenden Schulungen zur Reduzierung des Einsatzes von Pestiziden und deren Ökotoxizität sowie zur Erprobung / Verbreitung alternativer Anbau- oder Bewirtschaftungsmethoden (z.B. Diversifizierung von Anbaukulturen oder durch Nutzung von von umweltfreundlichen biologischen Düngemitteln im Ackerbau durch Fruchtwechsel, sowie durch Erhaltung oder Schaffung von kleinräumigen und strukturreichen Saumbiotopen oder Landschaftselementen).
  • Planung und schrittweise Entwicklung eines großräumigen, grenzüberschreitenden Biotopverbundes in der GR im Sinne eines „Grünen Bands der Großregion“.