Verbesserung des gleichberechtigten Zugangs zu inklusiven und hochwertigen Dienstleistungen in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung sowie lebenslanges Lernen

INTERREG A
Schleswig-Holstein
Handlungsfelder:

Bildung und berufliche Qualifizierung für nachhaltige Entwicklung

Kurzbeschreibung:

Förderung der nachhaltige Zusammenarbeit, Austausch und Abstimmung zwischen Einrichtungen, Verwaltungen und Behörden im Programmgebiet im Bereich Bildung.

Fördergebiet:

Schleswig-Holstein

Art der Unterstützung:

Zuschuss

Zuwendungsempfänger:

Einrichtungen, Verwaltungen und Behörden im Bereich Bildung; insbesondere öffentliche und private Bildungseinrichtungen, Universitäten/Hochschulen und Forschungseinrichtungen, sowie Einrichtungen zur Weiterqualifizierung von Lehrenden.

Laufzeit:

01.01.2021 - 31.12.2029

Fördergegenstand:

Bildung, Qualifizierung
Beschäftigung

Ansprechpartner: Interreg-Sekretariat
Beschreibung
Dokumente & Links
Beschreibung
Förderziel:

Das übergeordnete Ziel ist, dem Fachkräftemangel in der Region entgegenzuwirken, indem der Zugang zu Bildung und Ausbildung durch innovative qualitätsvolle Angebote für unterschiedliche Bildungsgänge erleichtert wird und Möglichkeiten für grenzüberschreitend anerkannte Abschlüsse verbessert werden. Es sollen grenzübergreifend neue Lösungen bzw. Angebote zur Bildung, Ausbildung und Weiterbildung entwickelt werden, die das Interesse von Unternehmen, Beschäftigten und weiteren relevanten Zielgruppen (Jugendlichen) an einem grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt unterstützen. Lern- und Schulungsangebote sollen inklusiv gestaltet und für Menschen mit Behinderung ohne Einschränkungen zugänglich sein. Dazu gehört auch eine stärkere Sensibilisierung für digitale Barrierefreiheit.

Um das Fachkräfteangebot grenzübergreifend nachhaltig zu verbessern, bedarf es einer kontinuierlichen Sensibilisierung der relevanten Arbeitsmarktakteure sowie wirksamer, qualitativ hochwertiger Bildungsangebote, die auf den schnellen Wandel der Anforderungen in der Arbeitswelt ausgerichtet sind. Dies betrifft Angebote der Schulen, der außerschulischen Bildung, der Erwachsenenbildung ebenso wie die von Hochschulen und Berufs-, Aus- und Weiterbildungseinrichtungen. Ziel ist, das Qualifikationsniveau insgesamt in der Programmregion zu verbessern und dabei insbesondere Benachteiligte in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Besonderes Augenmerk soll dabei auf schutzbedürftige und benachteiligte Gruppen (wie u.a. Jugendliche, Menschen mit Behinderungen) gelegt werden. Dabei gilt es, sich auf die nachgefragten Qualifikationen auszurichten und die Felder der zukünftigen Entwicklung der Programmregion zu berücksichtigen (v. a. „MINT“-Berufe, „Grüne Technologien“). Wichtig ist zudem, dass nicht nur Unternehmen und Arbeitskräfte für die Chancen eines grenzüberschreitenden Arbeitsmarkts sensibilisiert werden, sondern auch Lehrende.

Beschreibung:

Die nachfolgenden Aktivitäten werden als geeignete Beiträge zur Erreichung der Programmziele bewertet:

  1. Entwicklung von Fortbildungsmaßnahmen für Arbeitnehmer in Bezug auf die neuen Herausforderungen (digitale und „grüne“ Transformation), die Möglichkeiten in den Zukunftstechnologien wie z. B. Robotik und Künstliche Intelligenz) oder in Bereichen, die vom Fachkräftemangel betroffen sind
  2. Entwicklung, Erprobung und Umsetzung von Bildungsangeboten zur grenzübergreifenden Nutzung in der Programmregion in den Bereichen der schulischen Bildung, beruflichen Orientierung, Ausbildung und Weiterbildung (auch Pilotprojekte) – z. B. durch die Entwicklung von grenzüberschreitenden Inhalten, die
    • das Interesse junger Menschen am MINT-Bereich im Hinblick auf Bildungsentscheidungen fördern, z. B. durch praktikums- und arbeitsmarktbezogene Unterrichtsverläufe
    • Digitalisierung, Nachhaltigkeit, klimatische Herausforderungen und grüne Transformation in die Strategien und den laufenden Betrieb von Bildungseinrichtungen integrieren und somit der Stärkung der Kompetenzen junger Menschen dienen (z. B. mittels fallbasierter und anwendungsorientierter Unterrichtsverläufe)
    • die interkulturellen und demokratischen Kompetenzen junger Menschen fördern, z. B. indem jungen Menschen vermittelt wird, sich aktiv in eine demokratische Gesellschaft einzubringen, die kulturelle oder religiöse Unterschiede versteht und respektiert
    • das Thema Unternehmertum sowie die Perspektive einer beruflichen Selbstständigkeit im Kontext der Ausbildung beleuchten
    • die Sensibilisierung für digitale Barrierefreiheit stärken.
  3. Betrieb eines Kompetenzzentrums bzw. einer Clearingstelle „Gemeinsame Bildung Deutschland-Danmark“, das die Planung und Durchführung von grenzüberschreitenden Bildungsangeboten konzeptionell unterstützt (z. B. Information zu den unterschiedlichen Bildungssystemen, Kontakt- und Netzwerkpflege, Unterstützung bei der Lösung bürokratischer Hemmnisse)
  4. Entwicklung und Umsetzung von Pilotprojekten zur besseren Verbindung zwischen Berufsleben, Primar- und Sekundarstufe, um jungen Menschen eine bessere und fundiertere Entscheidungsgrundlage für die Wahl ihrer beruflichen Ausbildung zu bieten
  5. Entwicklung von Maßnahmen zur Inklusion von Jugendlichen ohne Anbindung an Ausbildungsstätten oder den Arbeitsmarkt in das Ausbildungssystem
  6. Train-the-trainer/teacher-Maßnahmen zur Verstärkung der interkulturellen und fachlichen Kompetenzen der Lehrenden in der grenzübergreifenden Zusammenarbeit (inkl. Spracherwerb)
  7. Förderung des Vergleichs und der Zertifizierung der Ausbildungssysteme im Hinblick auf Doppelabschlüsse
  8. Austausch von Personal der Bildungseinrichtungen sowie von Schülern, Studenten, Doktoranden, Auszubildenden, darunter eventuelle Etablierung eines Austauschportals und Praktikumsangebote samt Gastgeberfamilien (inkl. Spracherwerb)
  9. Digitales Lernen - Entwicklung von digitalen Instrumenten zur Förderung des Austausches auf grenzüberschreitender Ebene sowie des Spracherwerbs im Selbststudium (z. B. E-Learning-Plattformen)
  10. Planung und Durchführung grenzübergreifender Karrieremessen

Alle Lern- und Schulungsangebote, die im Rahmen dieser Maßnahmen entwickelt werden, müssen so gestaltet werden, dass sie für Menschen mit Behinderung zugänglich sind.

Dokumente & Links
Maßnahmenwebseite: Eine attraktive Region
Antragsunterlagen: Formulare
Fristen & Termine: Unsere Antragsfristen
Sonstige Informationen: Projektphasen