Energieeffiziente Wärmeversorgung

EFRE
Nordrhein-Westfalen
Handlungsfelder:

Energiewende und Klimaschutz

Kurzbeschreibung:

Ausbau und Verknüpfung von Wärmenetzen insbesondere durch Ergänzung von intelligenten KWK-Systemen und Niedertemperatur-Wärmenetzen, die auch erneuerbare Energien und Abwärme nutzen.

Fördergebiet:

Landesweit

Art der Unterstützung:

Zuschuss

Zuwendungsempfänger:

Kommunen, kommunale Unternehmen und Einrichtungen, Vereine und Stiftungen, kleine und mittlere Unternehmen

Laufzeit:

01.01.2021 - 31.12.2029

Fördergegenstand:

Bauliche Maßnahmen
Technische Ausstattung, Versorgungsinfrastruktur

Ansprechpartner:

Zentrale Kontaktstelle

Beschreibung
Dokumente & Links
Beschreibung
Förderziel:

Gefördert werden soll der bedarfsgerechte Ausbau und die Verknüpfung von Wärmenetzen, um die insbesondere in urbanen Räumen vorhandenen erheblichen Wärmepotenziale zu erschließen.

Beschreibung:

Effiziente Fernwärmenetze und Niedertemperatur-Wärmenetze, die vorzugsweise nicht brennbare erneuerbare Energien (beispielsweise Geothermie, Solar, Wärmepumpen) und Abwärme aus industriellen bzw. gewerblichen Prozessen nutzen, können bei der klimafreundlichen Wärmeversorgung von Gebäuden zum Erfolg der Energiewende beitragen. Die Förderung von leitungsgebundener Versorgung mit Wärme aus erdgasbefeuerter Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist lediglich zur Aufrüstung von Fernwärme- und Fernkältesystemen auf den Stand einer „effizienten Fernwärme- und Fernkälteversorgung“ im Sinne von Artikel 2 Nummer 41 der Richtlinie 2012/27/EU bzw. zur Aufrüstung von Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung auf den Stand einer „hocheffizienten Kraft-Wärme- Kopplung“ im Sinne von Artikel 2 Nummer 34 der Richtlinie 2012/27/EU zulässig.

Durch die Verknüpfung von Wärmenetzen, die bislang meist noch Inselcharakter haben, lassen sich hinsichtlich Flexibilität, Versorgungssicherheit, Klimaschutz und Energieeffizienz wichtige Synergieeffekte erzielen. Erschlossen werden soll vor allem auch das Potenzial der Umweltwärme, wie Erdwärme, warmes Grubenwasser, Wärme aus Abwasser sowie nicht vermeidbare Abwärme aus industriellen bzw. gewerblichen Prozessen, deren Anteil an der leitungsgebundenen Wärmeversorgung derzeit noch vergleichsweise gering ist. Zudem soll die Integration von Wärmespeichern zur Flexibilisierung der effizienten Wärmeversorgung beitragen.

Beim Bau von Wärmenetzen und -speichern sollte eine möglichst hohe Effizienz und Umweltverträglichkeit erreicht werden, um den Rohstoff- und Ressourcenverbrauch zu reduzieren. Belastungen von Böden (z.B. durch Flächeninanspruchnahme) sollten minimiert werden. Sofern beim Betrieb von Wärmenetzen Biomasse als erneuerbarer Energieträger zum Einsatz kommt, sollten Bioenergieträger verwendet werden, die eine Nachhaltigkeitszertifizierung besitzen.