Förderung des Übergangs zu einer kreislauforientierten und ressourceneffizienten Wirtschaft

INTERREG B
Baden-Württemberg Bayern
Handlungsfelder:

Nachhaltiges Wirtschaften

Kurzbeschreibung:

Die Umsetzung von Ansätzen der Kreislaufwirtschaft, die eine nachhaltige Entwicklung der alpinen Schlüsselressourcen und -sektoren fördern, die Umsetzung neuer innovativer und transnationaler Lösungen, die Förderung von Wertschöpfungsketten und die Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch.

Fördergebiet:

Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz, Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken, Schwaben; Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg, Tübingen

Art der Unterstützung:

Zuschuss

Zuwendungsempfänger:

Nationale, regionale oder lokale öffentliche Behörden, Hochschuleinrichtungen und Forschungseinrichtungen, Nationale, regionale oder lokale Entwicklungsagenturen, Interessengruppen, einschließlich Nichtregierungsorganisationen und Bürgervereinigungen, Schulen/Bildungseinrichtungen und Ausbildungszentren, Sektorale Agenturen, Unternehmen (einschließlich KMU), Organisationen zur Unterstützung von Unternehmen, einschließlich Handelskammern, Netzwerken und Clustern, Infrastruktur- und (öffentliche) Dienstleistungsanbieter, Allgemeine Öffentlichkeit/Bürger, Andere öffentliche Organisationen.

Laufzeit:

01.01.2021 - 31.12.2029

Fördergegenstand:

Wissenstransfer
Information, Kommunikation, Beteiligung
Demonstrations-, Modell-, Pilotvorhaben

Ansprechpartner: Ansprechpartner
Beschreibung
Dokumente & Links
Beschreibung
Förderziel:

Der Alpenraum zeichnet sich durch ein hohes Potenzial an natürlichen Ressourcen aus. Die Ausbeutung und Verarbeitung ist meist an (sehr) materialintensive Sektoren gebunden. Kreislaufwirtschaftliche Ansätze werden große Wirkung zeigen und die Reduzierung des gesamten Materialverbrauchs sowie die Einführung innovativer Lösungen und neuer Technologien (z.B. grüner Wasserstoff) fördern. Das Alpenraumprogramm 2021-2027 wird einen Schritt weiter gehen und den Ansatz der Kreislaufwirtschaft mit der Bioökonomie und anderen Konzepten der grünen Wirtschaft. Unterstützte Beispiele könnten sein:

  • "Cradle to cradle building"-Konzepte als Fortschritt des "nachhaltigen Bauens" (in Bezug auf Schlüsselsektoren Sektoren wie Bauen und Wohnen, Energie, inkl. erneuerbare Energie);
  • (Trans-)regionale Stoffkreisläufe und Wertschöpfungsketten in Bezug auf ressourceneffiziente Ausbeutung, Verarbeitung und Produktion, Transport und Nutzung, Recycling oder Upcycling (z.B. Produktion nachhaltiger Materialien und Güter, nachhaltiges Handwerk und Fertigung, nachhaltige Holzverarbeitung, Baustoffverarbeitung, Recycling von Batterien), auch unter Berücksichtigung von Sharing-Ansätzen und erneuerbaren Energien (z.B. Bioenergie aus landwirtschaftlichen und Lebensmittelabfällen).


Weitere Sektoren, die für den Alpenraum von großer Bedeutung sind, sind Tourismus, Freizeitaktivitäten und verwandte Sektoren (z.B. Lebensmittelproduktion, Mobilität). Hier wird das Programm die Entwicklung von Konzepten für geschlossene Stoffkreisläufe im alpinen Tourismus, in der Mobilität und in verwandten Sektoren unterstützen. Dies könnte erreicht werden durch:

  • Förderung der Verwendung hochwertiger biologischer, einheimischer und regionaler Produkte (z.B. "farm to fork-approach", regionales und lokales Handwerk als materielles und immaterielles Erbe);
  • Verringerung des Gesamtverbrauchs von Materialien und Ressourcen im Tourismus und in der Freizeit, einschließlich der Mobilität;
  • Förderung von Ansätzen zum Abfallrecycling (z.B. "plastikfreier" Alpenraum, Reduzierung von Lebensmittelabfällen) und zur Aufwertung von Abfällen (z.B. Holz- und Agrar-Lebensmittelketten, Siedlungsabfälle).


Darüber hinaus spielen verbraucher- und sozialinnovationsorientierte Prozesse eine wichtige Rolle. Um den Wandel hin zu einer Kreislaufwirtschaft, einer grünen Wirtschaft und einer Bioökonomie sowie zu mehr Ökosuffizienz zu unterstützen, müssen die Verbraucher und ihre Verhaltensweisen angesprochen werden. Das vorhandene Bewusstsein von Verbrauchern, Interessenvertretern und Bürgern sollte gestärkt werden, und es sollten gemeinsame Lösungen für Kreislaufwirtschaftsansätze unter Berücksichtigung der Verhaltensökonomie entwickelt werden.

Beschreibung:

Mögliche Arten von Maßnahmen:

  1. Aufbau von Kreislauf-/Grün-/Bioökonomie-Lösungen zur Erleichterung der Entwicklung und Umsetzung von Kreislauf- und Grünwirtschaftsansätzen zwischen verschiedenen Akteuren mit Schwerpunkt auf den oben genannten alpinen Schlüsselressourcen und Schlüsselsektoren und Umsetzung innovativer (Pilot-)Projekte und Prozesse;
  2. Austausch bewährter Praktiken und Durchführung von Pilotaktivitäten zur Unterstützung interregionaler Kreislaufwirtschaftsansätze, die die Bioökonomie, die Verwendung einheimischer biologischer und regionaler Produkte und die Abfallreduzierung speziell in den oben genannten Schlüsselsektoren fördern (einschließlich z. B. Sanierungsaktivitäten, Verbesserung von Lieferketten, regionalen und lokalen Wertschöpfungsketten);
  3. Entwicklung und Umsetzung von "transnationalen Wertschöpfungsketten"-Lösungen auf der Grundlage regionaler Vermögenswerte und Ressourcen, Kompetenzen und Bedürfnisse unter Bezugnahme auf das EU-Schlüsselkonzept der "strategischen Wertschöpfungsketten" zur Unterstützung von Industrie- und Innovationsakteuren im Alpenraum;
  4. Verbesserung der Fähigkeiten und Kompetenzen der Stakeholder auf allen politischen Ebenen und in den relevanten Wirtschaftssektoren, um den Weg für die Umsetzung von Konzepten der Kreislaufwirtschaft, der grünen Wirtschaft und der Bioökonomie zu ebnen, einschließlich der Einrichtung von Indikatoren und Überwachungssystemen;
  5. Unterstützung von Lösungen und Pilotaktivitäten, die sich mit Kommunikation, Kapazitätsaufbau, Ansätzen zur politischen Gestaltung und Bewusstseinsbildung für Interessenvertreter auf verschiedenen politischen und Umsetzungsebenen (z. B. einschließlich KMU, Start-ups usw.) sowie für Bürger/Verbraucher befassen, unter Verwendung von Ansätzen wie Verhaltensökonomie und politischer Gestaltung in Bezug auf das Konzept der "Kreislaufwirtschaft", der "grünen Wirtschaft" und der "Bioökonomie", um ein besseres Verständnis für die erforderlichen Transformationsprozesse zu fördern Prozesse zu unterstützen.
  6. Entwicklung von Lösungen und Pilotaktivitäten zur Unterstützung der Entwicklung von Clustern, die auf Kreislaufwirtschaft, grüne Wirtschaft und Bioökonomie, die Forschung, Innovation, Umsetzung und Zusammenarbeit insbesondere in den oben genannten Schlüsselsektoren fördern.
Dokumente & Links