Alphabetisierung und Grundbildung

ESF+
Rheinland-Pfalz
Handlungsfelder:

Bildung und berufliche Qualifizierung für nachhaltige Entwicklung

Kurzbeschreibung:

Maßnahmen der Alphabetisierung und Grundbildung

Fördergebiet:

Landesweit

Art der Unterstützung:

Zuschuss

Zuwendungsempfänger:

Projektträger, die die Kompetenz besitzen, das in den Rahmenbedingungen definierte Angebot bereitstellen zu können. Dazu gehört, dass die Projektträger mindestens drei Jahre in der Weiterbildung tätig sind und mindestens drei Jahre Erfahrungen in der Alphabetisierungs- und Grundbildungsarbeit haben sowie über entsprechend qualifiziertes Personal verfügen

Laufzeit:

30.07.2021 - 31.12.2029

Fördergegenstand:

Bildung, Qualifizierung

Beschreibung
Dokumente & Links
Beschreibung
Förderziel:

Die Maßnahmen sollen einen Beitrag leisten zur Bewältigung des demografie- wie strukturbedingten Fachkräftemangels. Neben der Förderung der berufsbezogenen Weiterbildung und berufsbegleitender Höherqualifizierung spielen dabei Angebote der Grundbildung sowie zur Erhöhung der Erwerbsbeteiligung insbesondere von Frauen, Migrant*nnen und Geringsqualifizierten eine wichtige Rolle. Damit tragen die genannten Maßnahmen substanziell zur Gewährleistung der sozialen Rechte auf berufliche Bildung und lebenslanges Lernen, Gleichstellung der Geschlechter sowie Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung bei.

Gleichzeitig greifen die Maßnahmen die Impulse der im Zuge der Aufbauhilfe „REACT-EU“ erweiterten ESF Strategie der Förderperiode 2014-2020 auf, und tragen so zu einer Verstetigung der grünen, digitalen und stabilen Erholung der Wirtschaft bei, wobei zwischen den drei Dimensionen zusätzliche Synergieeffekte zu erwarten sind. So stellen Aspekte der ökologischen Nachhaltigkeit inzwischen in vielen Branchen einen wichtigen Faktor dar und tragen zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen ebenso bei wie die Digitalisierung von Wertschöpfungsketten. Die zunehmende Digitalisierung trägt ihrerseits zu einem grünen Wandel der Wirtschaft bei, z.B. indem mobiles Arbeiten und die Einschränkung von Dienstreisen zu einer Reduzierung der CO2-Emmissionen führt. Mit den gezielten Angeboten für bildungsbenachteiligte Zielgruppen, die drohen im Zuge der digitalen Transformationsprozesse noch weiter gesellschaftlich abgehängt zu werden, wird zudem auch die soziale Dimension der Nachhaltigkeit umfassend berücksichtigt.

Beschreibung:

Um die Arbeitsmarktchancen von Geringqualifizierten zu erhöhen, werden darüber hinaus gezielt Maßnahmen der Alphabetisierung und Grundbildung gefördert. Die Maßnahmen zielen primär auf die Verbesserung der Lese-, Schreib- und Rechenfähigkeiten, vermitteln darüber hinaus aber auch ökologische und finanzielle Kenntnisse sowie Fertigkeiten im Umgang mit dem Computer und Medien. Um den Zugang dieser nicht weiterbildungsaffinen Zielgruppe zu den Angeboten zu erleichtern, wird flankierend die lokale weitere Vernetzung von Akteuren vor Ort gefördert, die über Kontakte und Zugang zu den Betroffenen verfügen.

Flankierend wird die Qualifizierung und Professionalisierung von Sprachmittler*innen gefördert. Diese sind mehrsprachig und haben in der Regel eine eigene Migrationsgeschichte. Sie begleiten zugewanderte Menschen, die über geringe oder keine Deutschkenntnisse verfügen zu Institutionen v. a. im sozialen und Verwaltungsbereich (Behörden, Ämter, Beratungsstellen, Kliniken, Schulgespräche etc.) und dolmetschen dort. Die Qualifizierung erfolgt im Rahmen von modular aufgebauten Maßnahmen, basierend auf einem entsprechenden Curriculum des Deutschen Industrie- und Handelskammertages. Es wird angestrebt, dass die Teilnehmenden am Ende der Maßnahme ein entsprechendes IHK-Zertifikat erhalten.