Kreislauf- und Ressourcenwirtschaft

EFRE
Niedersachsen
Handlungsfelder:

Nachhaltiges Wirtschaften

Kurzbeschreibung:

Verbesserung von Effizienz und Produktivität der Ressourcennutzung. Unterstützung von Recycling sowie nachhaltigen Produkten, Dienstleistungen, Produktionssystemen und verbesserten Geschäftsmodellen. Transformation von Produktionssystemen in eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft.

Fördergebiet:

Landesweit

Art der Unterstützung:

Zuschuss

Zuwendungsempfänger:

Bereich - Investitionen und Beratung in Ressourceneffizienz, Kreislauforientierung und Recycling: KMU der gewerblichen Wirtschaft Bereich - Investitionen in die Entwicklung und Einführung entsorgungsbezogener Produkteigenschaften/ Dokumentationssystem zu Inhaltsstoffen: KMU der gewerblichen Wirtschaft Bereich - Studien und Ideenwettbewerbe: universitäre und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen in Zusammenarbeit mit KMU

Laufzeit:

09.11.2022 - 31.12.2029

Fördergegenstand:

Beratung
Produktentwicklung, Markteinführung

Ansprechpartner: NBank
Beschreibung
Dokumente & Links
Beschreibung
Förderziel:

Die geplante Maßnahme trägt zum Spezifischen Ziel bei, indem insbesondere bei KMU die Wiedergewinnung von Ressourcen aus entsorgten Produkten sowie der Anteil recycelter Ressourcen in Neuprodukten gesteigert wird. Damit wird das Ziel verfolgt, den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft voranzutreiben.

Beschreibung:

Einer Studie des VDI Zentrum Ressourceneffizienz aus dem Jahr 2015 zu Folge entfallen mehr als 40 % der Betriebskosten in KMU des verarbeitenden Gewerbes auf Materialkosten und stellen damit einen wesentlichen Treiber für die betriebliche Wettbewerbsfähigkeit dar. Vor dem Hintergrund und auch dem insgesamt sehr hohen Ressourcenverbrauch der Wirtschaft, mit seinen fatalen Folgen für Umwelt und Klima, ist ein stärkerer Wiedereinsatz von Ressourcen und ein Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft erstrebenswert. In der Praxis scheitert dies häufig daran, dass Investitionen in notwendige Verfahren zur Rückgewinnung und Wiederverwertung von Ressourcen bzw. ein Betrieb derselben durch Unternehmen nicht wirtschaftlich darstellbar sind. Eine Entwicklung nachhaltigerer Produkte kann insbesondere von KMU, aufgrund der hohen Investitionskosten, langen Amortisationszeiten und einhergehenden Prozessrisiken sowie fehlender Personalkapazität für Anpassungen nicht allein aus eigenen Kapazitäten geleistet werden. Insbesondere auch im Hinblick auf Produkte mit kritischen Rohstoffen und Produkte bzw. Materialien, die möglichst lange im Wertstoffkreislauf verbleiben und wiederholt einer Nutzung zugeführt werden sollen, ist daher eine finanzielle Förderung von KMU erforderlich.

Im ersten Bereich sollen KMU dabei unterstützt werden ihre Ressourceneffizienz zu steigern, ihre Geschäftsabläufe kreislauforientierter zu gestalten, den Einsatz von Recyclingmaterialien zu steigern und / oder Materialien wie bspw. kritische Rohstoffe aus Erzeugnissen für den Materialkreislauf rückzugewinnen. Die KMU können dabei sowohl finanzielle Unterstützung für entsprechende Investitionen als auch eine begleitende Beratung durch Forschungseinrichtungen bzw. Ressourceneffizienzberater:innen bei der Umsetzung ihrer Vorhaben erhalten.

Im zweiten Bereich sollen KMU dabei unterstützt werden zum einen entsorgungsbezogene Produkteigenschaften zu entwickeln und einzuführen, bspw. um Kunststoffabfälle ihrer Produkte besser zu sortieren und damit die Recyclingquoten zu erhöhen. Zum anderen sollen KMU dabei unterstützt werden ein Dokumentationssystem zu Inhaltsstoffen ihrer Produkte zu entwickeln, insbesondere von Kunststoffen und von kritischen Rohstoffen.

Im dritten Bereich sollen Studien und Ideenwettbewerbe zur Steigerung der Ressourcen- und Materialeffizienz und zur Steigerung des Einsatzes von Recyclingmaterialien und Sekundärrohstoffen in KMU gefördert werden. Hierbei sollen bereits entwickelte Verfahrensabläufe und Verfahrensschritte in und zwischen Unternehmen für neue Ansätze der Kreislaufführung neu kombiniert und erprobt werden.

In allen drei Bereichen soll der Schwerpunkt auf Vorhaben liegen, bei denen KMU technisch ausgereifte Verfahren einführen. Dabei wird in der Regel eine Anpassung dieser Verfahren an die betrieblichen Erfordernisse erfolgen müssen. Nur in Ausnahmefällen kann ein Test eines Prototyps in betrieblicher Umgebung erforderlich sein und als untergeordneter Aspekt in einem Vorhaben enthalten sein.